Meine Schwestern

Ich hätte nie gedacht, dass ich das so sage aber zurzeit lebe ich für die Momente mit meinen Schwestern. Es gibt keiner Person der ich in den letzten Monaten so entgegen gefiebert habe, wie den Zeitpunkten an denen ich die beiden oder zumindest eine endlich wieder in den Arm nehmen konnte.
Mit den beiden ist meine Welt so leicht, so schön aber ohne sie? Was ist da? Irgendwie nichts…?

Am Leben vorbei?

Vom Allgemeinwissen habe ich keine Ahnung, von den angesagten Filmen und Serien noch weniger. Politik weiß ich auch nichts. Warum weiß ich einfach nichts? Warum interessiert mich eigentlich nichts? Ich weiß nicht mal warum ich studiere was ich studiere…

Diese Fragen habe ich mir immer wieder gestellt in letzter Zeit

Unzufrieden mit dem was ich tue, da wo ich bin und was genau mich hier auf der Erde hält.

WARNUNG: So hier kommt mein Gedankenwirrwarr…ich bin mir nicht sicher ob es verständlich ist, aber ich kann es nicht noch einmal lesen, sonst lösche ich es nämlich wieder und ihr bekommt nie meine Antwort. – Lest es nur wenn ihr es wirklich wissen wollt! Ansonsten wartet lieber auf einen anderen Artikel.

Ich verbringe zurzeit mein Studium für eine Weile im Ausland, an sich ist es auch total schön. Wobei ich irgendwie echt Schwierigkeiten habe Anschluss zu finden. Ich laufe an manchen Tagen aber auch gerne alleine durch die Gegend, da ist es mir egal wenn keiner Zeit hat. Aber die meisten Tage fühle ich mich einfach nur fehl am Platz. Vor allem wenn ich mit anderen unterwegs bin.

Warum ich jeden morgen aufstehe?
Naja, wäre da nicht die Toilette, das Frühstück – welches mich meistens aber auch nicht sonderlich glücklich macht, dabei gibt es nichts besseres auf der Welt als zu Frühstücken. Aber nein, gerade ist nicht mal das schön. Meistens muss ich irgendwann im Laufe des Tages zur Uni, wenn ich mich dahin geschleppt habe geht es so schnell wie möglich auch wieder Heim. Studieren tue ich gerade gefühlt so ziemlich das falscheste auf der Welt.

Nicht das ihr denkt mir geht es super schlecht, eigentlich geht es mir ziemlich gut, ich habe nette Menschen kennen gelernt. Ich vermisse auch meine Freunde zuhause, aber eigentlich möchte ich den ganzen Tag nur im Bett bleiben. Das tue ich nicht, da ich schon genug mit Rücken- und Nackenschmerzen zu tun habe. Aber ich würde gerne, auch wenn ich nicht hier bin um zuhause im Bett zu bleiben, bin ich doch irgendwie am liebsten zuhause.

Beim Kurztrip am Wochenende, habe ich mir direkt nach der Ankunft gewünscht ich wäre nicht mitgefahren. Im Nachhinein war der Trip sehr schön und ich bin doch froh mit gewesen zu sein. Auch wenn er mir wieder einmal gezeigt hat, ich gehöre einfach nicht dazu. – Aber wie können denn andere so schnell miteinander verbunden sein? Die kennen sich höchstens zwei Tage länger als mich?  Und wir kennen uns gerade mal zwei Wochen? Was ist denn nicht so toll an mir, dass ich zwar irgendwie mitgenommen werde aber eigentlich gar nicht da bin?

Womit ich zu der Frage komme, wozu lebe ich eigentlich? Meine Freunde zuhause und auch in Finnland habe ich alle sehr gerne, aber trotzdem vernachlässige ich sie. Ich melde mich kaum, ich sage nicht das es mir ziemlich scheiße geht, denn es geht mir auch nicht den ganzen Tag scheiße, aber schon ziemlich häufig. Ich bin nicht unglücklich, aber ich bin auch nicht glücklich. Ich wollte eigentlich auch immer eine „eigene“ Familie, einen tollen Job und gute Freunde. Mehr braucht man doch nicht für ein erfülltes Leben. Meine Familie ist toll und unterstützt mich bei allem was ich tue, trotzdem fühle ich mich alleine. Ich bin hier, aber eigentlich bin ich doch gar nicht hier. Mein Studium macht mir keinen Spaß, ich habe Angst davor nicht dazu zu gehören, habe es aber satt immer allen anderen Menschen nachzulaufen. Ich will doch eigentlich nur glücklich sein, warum ist das so schwer?
Mir ist durchaus bewusst, dass man es nicht erzwingen kann glücklich zu sein. Das will ich doch auch gar nicht. Den es gibt genug Momente in denen ich es bin.

Ich bin eigentlich mit den einfachsten Dingen zufrieden. Ich brauche nicht mehr als ein gutes Buch, einen netten Nachmittag mit Freunden und ich bin glücklich. Ich habe schon damals in der zehnten Klasse festgestellt, das Leben ist gut solange man den Moment genießt. Aber warum reicht es mir nicht aus? Warum frage ich mich ständig diese Warum-Fragen? Ich weiß man hat hoch und tiefs in seinem Leben, total normal. Man muss erst einmal ankommen. Alles total logisch und sicher auch ein Grund für das durcheinander. Aber das hat nicht erst jetzt angefangen. Wie oft habe ich mich all das schon gefragt und niemanden gefragt. Ich saß so oft in der Straßenbahn oder im Bus und habe mich gefragt, wieso ich das alles nur mache. Warum? Aber die viel größere Frage, was könnte ich ändern? Ich weiß keine Antwort drauf, ich weiß ich tue das was ich wollte. Ich weiß ich kann mich nicht beschweren, denn mir geht es eigentlich mehr als gut. Trotzdem weiß ich einfach gar nichts und bin doch unglücklich, obwohl ich ziemlich glücklich bin hier sein zu dürfen.